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Pressemitteilung vom 07.11.2007
Gut 5% weniger Ehescheidungen im Jahr 2006
WIESBADEN – Die Zahl der Ehescheidungen
ist im Jahr 2006 um 5,3% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Wie das Statistische
Bundesamt weiter mitteilt, wurden 2006 gut 190 900 Ehen geschieden; 2005 waren
201 700 Ehescheidungen registriert worden. Damit wurden 2006 von 1 000
bestehenden Ehen zehn geschieden, 1992 waren es sieben und in den Jahren 2002
bis 2005 elf Ehen gewesen. Von 1992 bis 2003 war die Zahl der
Ehescheidungen mit Ausnahme des Jahres 1999 beständig von 135 000 – damals
wurden in den neuen Ländern vorübergehend sehr wenige Ehen geschieden – auf
214 000 angestiegen, seit 2004 ist eine Abnahme zu
verzeichnen. Bei den im Jahr 2006 geschiedenen
Ehen wurde der Scheidungsantrag in 106 600 Fällen von der Frau (55,8%) und in
69 200 Fällen (36,2%) vom Mann gestellt. In den übrigen Fällen beantragten beide
Ehegatten die Scheidung. Gegenüber 2005 ist die Zahl der nur vom Mann
beantragten Ehescheidungen um 6,1% gesunken; nur von der Frau gestellte
Scheidungsanträge gingen um 5,1% zurück.
Bei der Mehrzahl
aller Ehescheidungen sind die Parteien zumindest ein Jahr getrennt. 161 500 Ehen
(84,6%) wurden im Jahr 2006 nach einjähriger Trennung geschieden, dies waren
10 800 Ehen oder 6,2% weniger als 2005. Auch wurden mit 3 300 Scheidungen 17,5%
weniger Ehen gelöst, bei denen die Partner noch kein Jahr getrennt gewesen
waren. Die Zahl der Scheidungen nach dreijähriger Trennung hat mit 25 100 leicht
zugenommen (+ 3% gegenüber 2005).
Von den im Jahr 2006
geschiedenen Ehepaaren hatte knapp die Hälfte Kinder unter 18 Jahren. Gegenüber
2005 hat die Zahl der von der Scheidung ihrer Eltern betroffenen minderjährigen
Kinder von 156 400 auf 148 600 und damit um 5%
abgenommen. |